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Gesundheitsregionenplus Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau (Hannes Sörgel und Benedikt Wiedemann)

digiOnko Präventionsmobil: Gemeinsam für bessere Krebsfrüherkennung in Oberbayern

Hintergrund und Motivation

Krebserkrankungen, insbesondere Brustkrebs, zählen zu den häufigsten Erkrankungen bei Frauen. Frühzeitige Prävention und gezielte Vorsorge sind entscheidend für gute Heilungschancen. Gleichzeitig besteht ein hoher Informationsbedarf zu individuellen Risikofaktoren und modernen Diagnosemöglichkeiten.

Die Initiative, das digiOnko Präventionsmobil der Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen in die Region zu holen, ging von der Gesundheitsregionplus Garmisch-Partenkirchen im Rahmen der Planung der Woche der Gesundheit 2026 aus. Durch die enge Abstimmung mit dem Projektteam entstand die Idee, den Aufenthalt auf mehrere Tage auszuweiten und gemeinsam mit der Gesundheitsregionplus Weilheim-Schongau umzusetzen.

Ziel

Ziel der Maßnahme ist es, die Prävention, Früherkennung und Gesundheitskompetenz in der Region zu stärken.

Die Angebote richten sich insbesondere an volljährige Frauen, sowohl ohne als auch mit bestehenden oder überstandenen Krebserkrankungen, sowie an alle Interessierten.

Das Setting umfasst öffentliche, niedrigschwellige Informationsangebote im mobilen Präventionslabor im urbanen Raum.

Das Präventionsmobil vor dem Klinikum Garmisch-Partenkirchen: v.l.n.r.: Benedikt Wiedemann, Hannes Sörgel, Hanna Hübner, Stefanie Altmannshofer, Sonja Oeser © Stefanie Altmannshofer

digiOnko Präventionsmobil

Das digiOnko Präventionsmobil bietet ein vielseitiges Angebot:

  • Information zu Krebsprävention und Frauengesundheit durch ein Expertenteam
  • Einblicke in aktuelle Forschung, sowie Verarbeitung und live Analyse von Biomaterialproben im mobilen Labor
  • Teilnahme an der PräDigt-Studie zur individuellen Risikobewertung
  • Nutzung einer App zur Analyse und Verbesserung des Gesundheitsverhalten

Die PräDigt-Studie untersucht mithilfe digitaler und molekularer Methoden neue Marker zur Krebsrisikobewertung. Teilnehmen können volljährige Frauen mit und ohne entsprechende Vorerkrankungen.

Das digiOnko Projekt wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert und unter der Leitung von Prof. Dr. med. Matthias W. Beckmann (Frauenklinik, Uniklinikum Erlangen) durchgeführt.

Im Rahmen der Abschlusstour des digiOnko Präventionsmobil stand das Projektteam vom 5. – 7. Mai 2026 im Oberland an drei Tagen an drei Orten (Garmisch, Murnau, Weilheim) für die Bürgerinnen der beiden Landkreise zur Verfügung.

Die Umsetzung erfolgte in enger Kooperation beider Gesundheitsregionenplus. Neben der Organisation vor Ort, wie Standgenehmigungen und Stromversorgung, wurde die Maßnahme intensiv über Pressearbeit, soziale Medien sowie durch Anschreiben an Selbsthilfegruppen beworben.

Finanziert wurde die Aktion gemeinschaftlich durch beide Regionen, wobei lediglich die Übernachtungskosten für das Projektteam übernommen wurden.

Aufgaben der Geschäftsstellenleitung

Die Geschäftsstellenleitungen beider Gesundheitsregionenplus übernahmen zentrale koordinierende Aufgaben:

  • Initiierung und Abstimmung der interregionalen Zusammenarbeit
  • Organisation und Genehmigungsmanagement mit den zuständigen Behörden
  • Koordination der Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkpartner
  • Unterstützung bei Planung und Durchführung der Standorte
  • Förderung des Austauschs zwischen Forschung, Versorgung und Bevölkerung

Ergebnisse

Die hohe Besucherzahl und das große Interesse zeigen den Bedarf an verständlichen und wohnortnahen Präventionsangeboten. Besonders positiv wurde die Verbindung aus Information, persönlicher Beratung und moderner Diagnostik aufgenommen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor war die enge Kooperation der beiden Gesundheitsregionenplus, die Ressourcen bündelte und eine größere Reichweite ermöglichte.

Als „Lessons learned“ lässt sich festhalten, dass interkommunale Zusammenarbeit innovative Projekte erleichtert und effizienter macht.

Fazit und Ausblick

Die gemeinsame Umsetzung des digiOnko Präventionsmobils zeigt, wie durch Kooperation nachhaltige Impulse für die Gesundheitsförderung gesetzt werden können.

Künftig sollen ähnliche Formate weiter ausgebaut und regionale Netzwerke gestärkt werden, um Prävention noch stärker in den Alltag der Bevölkerung zu integrieren. Besonders wertvoll ist die Erkenntnis, dass mobile Angebote Menschen direkt erreichen und Hemmschwellen abbauen.

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Sachgebiet GP3: Bayerische Gesundheitsagentur, Gesundheitsversorgung
Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus

Bayerisches Haus der Gesundheit
Schweinauer Hauptstraße 80
90441 Nürnberg

E-Mail: gesundheitsregionplus@lgl.bayern.de

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