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Gesundheitsregionplus Altmühlfranken

Mission: Selfcare – Präventionsangebot zur Förderung der seelischen Gesundheit junger Menschen in Altmühlfranken

Hintergrund und Motivation

Psychische Belastungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis häufig, dass klassische Informationsangebote junge Menschen nur eingeschränkt erreichen. Vor diesem Hintergrund entstand innerhalb der Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“ der Gesundheitsregionplus Altmühlfranken die Idee, ein neues, niedrigschwelliges und jugendgerechtes Präventionsformat zu entwickeln.

Im Rahmen des Masterplans Prävention des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) wurde deshalb die Aktion „Mission: Selfcare“ konzipiert. Ziel war es, Jugendliche direkt in ihrer Lebenswelt anzusprechen und Gesundheitsförderung durch praktische Erfahrungen, Gemeinschaft und positive Erlebnisse zugänglich zu machen.

Ziel

Die Veranstaltung richtete sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 19 Jahren. Ziel war es

  • das Bewusstsein für seelische Gesundheit und Selbstfürsorge zu stärken,
  • gesundheitsförderliche Aktivitäten erlebbar zu machen,
  • neue Zugänge zu Themen wie Achtsamkeit, Stressbewältigung und Entspannung zu schaffen,
  • regionale Unterstützungs- und Freizeitangebote sichtbar zu machen sowie
  • soziale Teilhabe und Gemeinschaft zu fördern.

Als Setting wurde bewusst der öffentliche Raum gewählt: Die Innenstadt von Weißenburg diente als niedrigschwelliger Begegnungsort für die verschiedenen Mitmachangebote.

Zentrale Inhalte / Kernaussagen

Am 24. April 2026 fand in Weißenburg die Veranstaltung „Mission: Selfcare“ als eine Art Stadtrallye mit acht Mitmach-Stationen statt. Zwischen 17 und 21 Uhr konnten Jugendliche unterschiedliche Workshops und Aktionen besuchen und dabei gesundheitsfördernde Angebote ausprobieren.

Bildunterschrift Ipek Başaran Stöber zeigte den Jugendlichen im Workshop „Gesunde Snacks“, wie schnell gesundes Essen zubereitet werden kann. © Gesundheitsregionplus Alt-mühlfrankenLorem

Das Angebot umfasste unter anderem:

  • Yoga und Bewegung, 
  • Tanz, 
  • Actionpainting, 
  • Selbstbehauptung, 
  • Entspannung, Achtsamkeit und Stressmanagement,
  • gesunde Snacks, 
  • alkoholfreie Cocktails sowie 
  • einen Kurzfilm. 

Für jede besuchte Station erhielten die Jugendlichen einen Stempel auf einer Aktionskarte. Nach erfolgreicher Teilnahme an mindestens fünf Stationen konnten die Teilnehmenden sich ein Goodie abholen.

Schülerinnen und Schüler des P-Seminars am Werner-von-Siemens-Gymnasium waren im Sinne des Peer-to-Peer-Ansatzes aktiv eingebunden. © Svenja Memet, Diakonie Südfranken

Die Workshops wurden von unterschiedlichen regionalen Akteuren durchgeführt. Besonders hervorzuheben ist die Beteiligung des P-Seminars des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Weißenburg. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten eigene Angebote zu Entspannung, Achtsamkeit und Stressmanagement und organisierten zudem eine alkoholfreie Cocktailbar. Der Peer-to-Peer-Ansatz wurde von den Jugendlichen sehr positiv aufgenommen.

Finanziert wurde die Veranstaltung im Rahmen des Masterplans Prävention des StMGP. Zusätzliche Unterstützung erfolgte durch den Verein Präventionswegweiser e.V.

Kooperationspartner waren insbesondere:

  • Sachgebiet Gesundheitsförderung am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen 
  • KISS Weißenburg-Gunzenhausen, 
  • Diakonie Südfranken, 
  • AOK Bayern, 
  • VHS Weißenburg und Umgebung e.V., 
  • Werner-von-Siemens-Gymnasium Weißenburg, 
  • weitere lokale Unterstützer und Anbieter.

Aufgaben der Geschäftsstellenleitung

Die Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregionplus Altmühlfranken übernahm insbesondere:

  • Koordination und Vernetzung der beteiligten Akteure,
  • Moderation innerhalb der Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung und Prävention,
  • Entwicklung des Veranstaltungskonzeptes,
  • Abstimmung mit Kooperationspartnern und Fördermittelgebern, 
  • organisatorische Aufgaben bei Planung und Umsetzung,
  • Mittelkoordination,
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie
  • Begleitung der Nachbereitung und Evaluation.

Darüber hinaus unterstützte die Geschäftsstelle die Zusammenarbeit zwischen Schule, Gesundheitswesen, Präventionsakteuren und regionalen Partnern.

Schülerinnen und Schüler des P-Seminar am Werner-von-Siemens-Gymnasium waren im Sinne von „Peer-to-Peer“ in die Mission: Selfcare involviert © Gesundheitsregionplus Altmühl-franken

Ergebnisse

Die Veranstaltung wurde von rund 100 Jugendlichen besucht und stieß auf sehr positive Resonanz. Besonders gut angenommen wurden die interaktiven und praxisnahen Angebote sowie die offene und lockere Atmosphäre. In Rückmeldungen äußerten viele Jugendliche den Wunsch nach einer Wiederholung des Formats. Als besonders erfolgreich erwies sich der Peer-to-Peer-Ansatz durch die Beteiligung des P-Seminars, da hierdurch ein Zugang „auf Augenhöhe“ geschaffen werden konnte.

Aus Sicht der Organisatoren zeigte sich zudem, dass Gesundheitsförderung für Jugendliche insbesondere dann wirksam erscheint, wenn:

  • Angebote niedrigschwellig gestaltet sind,
  • praktische Erfahrungen im Vordergrund stehen,
  • Beteiligung ermöglicht wird und
  • Kooperationen zwischen unterschiedlichen regionalen Akteuren bestehen.

Als wichtiger Erfolgsfaktor erwies sich außerdem die enge Netzwerkarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung und Prävention.

Fazit und Ausblick

„Mission: Selfcare“ hat gezeigt, dass kreative und lebensnahe Präventionsangebote Jugendliche gut erreichen können. Durch die Verbindung aus Bewegung, Kreativität, Achtsamkeit und Gemeinschaft konnte das Thema seelische Gesundheit positiv und alltagsnah vermittelt werden.

Die hohe Beteiligung sowie die positiven Rückmeldungen der Jugendlichen bestärken die beteiligten Akteure darin, vergleichbare Formate auch künftig weiterzuentwickeln. Gleichzeitig zeigte die Veranstaltung, welchen Mehrwert regionale Netzwerke und ressortübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Gesundheitsförderung bieten können. 

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Sachgebiet GP3: Bayerische Gesundheitsagentur, Gesundheitsversorgung
Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus

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