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Bayerisches Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel (Jasmin Angermann)

Neues Angebot „Erweiterte Beratung – Frage Deinen Experten“ des Bayerischen Kompetenzzentrums für Gesundheitsschutz im Klimawandel 

Der Klimawandel wirkt sich auf vielfältige Weise auf unsere Gesundheit aus, beispielsweise durch Hitze, Verbreitung von potenziell krankheitsübertragenden Insekten oder durch einen früher einsetzenden und länger anhaltenden Pollenflug. Kommunale Klimaanpassungsmaßnahmen tragen entscheidend zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels bei und sind daher von hoher Bedeutung.

Angesichts zunehmender Hitzewellen durch den Klimawandel wird beispielsweise ein Hitzeaktionsplan als kommunales Maßnahmenkonzept zum Schutz der Bevölkerung vor hitzebedingten Gesundheitsrisiken immer notwendiger.

Ziel des Bayerischen Kompetenzzentrums für Gesundheitsschutz im Klimawandel am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist es, kommunale Akteure, Bürgerinnen und Bürger, Pflegekräfte und pädagogische Fachkräfte bei der Anpassung an die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels zu unterstützen.

Auch die Gesundheitsregionenplus sind eingeladen, diese fachliche Expertise bei ihren Aktivitäten vor Ort zu nutzen. In den letzten Jahren sind aus den Netzwerken der Gesundheitsregionenplus heraus bereits zahlreiche kleine und große Maßnahmen rund um den Hitze- und UV-Schutz entwickelt und umgesetzt worden. Eine besondere Stärke der Gesundheitsregionenplus liegt dabei im Vernetzungsgedanken: Regionale Akteure aller Bereiche des Gesundheitswesens können sich mit ihrem Wissen und ihrer Expertise einbringen. Von Bedarfsermittlungen, Aufklärungs- und Infoveranstaltungen bis hin zu spezifischen Projekten in Settings wie Pflegeheimen, Kitas und Schulen und der Koordination von Hitzeaktionsplänen: Das Netzwerk der Gesundheitsregionenplus bietet vielfältige Chancen, um den Hitze- und UV-Schutz auf kommunaler Ebene voran zu bringen.

Beratungen durch uns oder unsere Partner-Experten aus Wissenschaft, Forschung und Praxis können Sie – nach individueller Absprache – sowohl für Ihre Arbeits- und Projektgruppen in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention, Gesundheitsversorgung sowie Pflege, als auch das übergreifende Netzwerk im Gesundheitsforum bzw. Gesundheitskonferenz in Anspruch nehmen. Wir freuen uns, Sie bei Ihren Aktivitäten zu unterstützen.


Unsere Angebote für kommunale Vertreterinnen und Vertreter umfassen:

1. Beratung für kommunale Akteure zu Hitzeanpassungsmaßnahmen bzw. Hitzeaktionsplänen

Wir begleiten Kommunen bei der Entwicklung von Hitzeanpassungsmaßnahmen (inkl. UV-Schutzmaßnahmen) bzw. Hitzeaktionsplänen. Besonders hervorzuheben ist das kostenlose Angebot des Kompetenzzentrums für individuelle Beratungstermine.  

Die Beratungen fokussieren sich derzeit auf folgende Themen:

  • Gemeinsame Erarbeitung der nächsten Schritte bei der Entwicklung des Hitzeaktionsplans
  • Bereitstellung von Materialien, wie z. B. einen Musterartikel für Gemeindeblätter der Kommunen oder ein Handout mit weitergehenden Informationen und Webseiten
  • Informationen zu Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen bayerischen Kommunen
  • Verweis auf dem LGL bekannte Fördermöglichkeiten für Kommunen zum Thema Hitzeanpassungsmaßnahmen
  • Fachliches Feedback unserer Expertinnen zu bereits bestehenden Hitzeaktionsplänen

Nach den Beratungsgesprächen steht das Kompetenzzentrum den Kommunen weiterhin zu Fragen zu Hitzeanpassungsmaßnahmen als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung.


2. Erweiterte Beratung für kommunale Akteure: „Frage Deinen Experten“ 

Unser Kompetenzzentrum dient als Anlaufstelle für kommunale Akteure in Bayern, die schnelle und kompetente Unterstützung zu Klimaanpassungs‑ und Gesundheitsfragen im Kontext des Klimawandels benötigen. Zusätzlich zu unserer eigenen Beratung zu Hitzeaktionsplänen erhalten Sie über uns Kontakt zu unseren Partner-Experten aus Wissenschaft, Forschung und Praxis – beispielsweise zu Themen wie UV‑Schutz oder Hitze‑Management.

Unsere Expertinnen und Experten

Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP)                

UV im Blick: Als Expertin im Bereich Hautkrebsprävention berät die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) nach Absprache und Verfügbarkeit online und vor Ort wissenschaftlich fundiert und praxisnah zu gesundheitlichen Hintergründen, Umsetzungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen von UV-Schutz in verschiedenen Lebensbereichen und Lebenswelten.

AOK Bayern – Die Gesundheitskasse

Die AOK berät Betriebe, KiTas, Schulen, Kommunen und Sportvereine in Gesundheitsförderung sowie präventivem Hitzeschutz. Kommunale Verantwortliche werden z. B. durch die Schulung „Klima und Gesundheit – Strategien entwickeln und umsetzen“ instruiert; Schülerinnen und Schüler erhalten mit der Wanderausstellung „NachhaltICHkeitsarena“ praxisnahes Wissen zu Klima, Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung.

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)

Das Bayerische Landesamt für Umwelt stellt das kostenlose Bayerische Klimainformationssystem bereit, über das Kommunen Klimadaten bis auf Landkreisebene (inkl. Hitzetage, Tropennächte) herunterladen können. Zusätzlich stellt das LfU Klimaanpassungsmaßnahmen im besiedelten Raum anhand kommunaler Praxisbeispiele dar und bündelt Beratungsangebote sowie Arbeitshilfen zur Klimaanpassung.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)   
Über das Datenportal EO4CAM stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bayernweit detaillierte Erdbeobachtungsdaten und Informationsprodukte zu Versiegelung, blau-grün-grauer Infrastruktur (z. B. Grünflächen, Bebauung) und Umweltgesundheit bereit. Auf dieser Grundlage unterstützt das DLR Kommunen mit dem Stadtklimamodell PALM-4U, das hochauflösende Simulationen zur Bewertung von Klimaanpassungsmaßnahmen (z. B. Begrünung, Verschattung, Entsiegelung) für aktuelle und zukünftige Klimaszenarien liefert.

Universitätsklinikum Augsburg – Institut für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit

Das Universitätsklinikum Augsburg erläutert die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels (Hitze, Allergien und Luftschadstoffe) und bietet wissenschaftlich fundierte Präventions‑ und Therapieansätze zur proaktiven Gesundheitsförderung, die die Resilienz der Bevölkerung, auch bei Stadtbegrünungsmaßnahmen, stärken.

So kommen Sie zum richtigen Ansprechpartner:

Alle Expertinnen und Experten und ihre Beratungsschwerpunkte werden in Kürze kompakt auf der Webseite des LGL dargestellt.

Über unsere Anmeldemaske zum „Buche deinen Experten“ Angebot können Sie uns Ihr Anliegen unkompliziert mitteilen. Wir leiten Sie zur weiteren Abstimmung umgehend an die passenden Partner-Experten weiter.


3. Weitere Angebote für Kommunen 

Klima-Rallyes vor Ort

Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit, kostenlos eigene Klima-Rallyes vor Ort zu erstellen, in denen Kindern und Jugendlichen der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gesundheit spielerisch und interaktiv in Form einer Rallye in ihrer eigenen Lebenswelt nähergebracht wird. Anhand der Anleitung (über Link abrufbar) können Sie mit wenig Aufwand Ihre eigene Rallye planen und vom LGL kostenfrei erstellen lassen. Das Bestellformular finden Sie in der Anleitung.

Veranstaltungen: Informationen, Vernetzung und Austausch

Veranstaltungen wie kommunale Vernetzungstreffen, Fachtage mit verschiedenen Themenschwerpunkten oder Multiplikatoren-Schulungen werden kostenlos online, hybrid oder in Präsenz angeboten, um Erkenntnisse zu Klimaanpassungsmaßnahmen vorzustellen, die Vernetzung und den gemeinsamen Austausch untereinander zu fördern und gemeinsam fundierte Lösungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels zu erarbeiten. Um über aktuelle Termine informiert zu sein, können Sie sich in unseren E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen. Schreiben Sie dazu einfach an klimawandel@lgl.bayern.de.

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Sachgebiet GP3: Bayerische Gesundheitsagentur, Gesundheitsversorgung
Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus

Bayerisches Haus der Gesundheit
Schweinauer Hauptstraße 80
90441 Nürnberg

E-Mail: gesundheitsregionplus@lgl.bayern.de

Hinweis: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der jeweiligen Autorin bzw. des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der Fachlichen Leitstelle Gesundheitsregionenplus wieder.