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Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus

Dokumentation eines Austauschs zu dem HÄPPI-Versorgungskonzept mit dem Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband e. V.

Im Juli 2026 fand ein Online-Austausch zum Versorgungskonzept „Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung interprofessionell“ (HÄPPI) statt. Das vom Hausärztinnen- und Hausärzteverband in Kooperation mit der Universität Heidelberg entwickelte Konzept wird aktuell in neun hausärztlichen Pilotpraxen in Bayern erprobt. Begleitet wird das Vorhaben vom Bayerischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband (BHÄV) mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP). An dem Austausch beteiligten sich Geschäftsstellenleitungen der Gesundheitsregionenplus, in denen sich HÄPPI-Pilotpraxen befinden, sowie Vertretungen des BHÄV, ein niedergelassener Hausarzt einer HÄPPI-Praxis und das Kommunalbüro für ärztliche Versorgung.

Dr. Wolfgang Ritter (Landesvorsitzender des BHÄV) erläuterte zunächst das Konzept und die Ziele von HÄPPI. Zentral sei in den multiprofessionellen Teampraxen etwa der Umbau von Patientenpfaden und die Bündelung von Ressourcen, um Patientenströme bestmöglich steuern zu können. Dies soll zur Steigerung der Versorgungskapazität und der Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten beitragen. Dr. Felix Sperl (Facharzt für Allgemeinmedizin / Hausarzt im Landkreis Cham) berichtete aus der Praxis: Durch digitale Unterstützung in Form einer App sowie eine stärkere und gezielte Einbindung nicht-ärztlicher Fachkräfte – beispielsweise in die Voranamnese – konnte die Leistungsfähigkeit und Erreichbarkeit seiner Praxis deutlich gesteigert werden. Eva Liedtke (Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregionplus Landkreis Cham) ergänzte den Austausch durch ihren Bericht über die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen der HÄPPI-Praxis und dem Netzwerk der Gesundheitsregionplus im Landkreis Cham.

Ein wesentlicher Punkt des Austauschs waren die Potenziale der Vernetzung zwischen HÄPPI-Praxen und den regionalen Netzwerken der Gesundheitsregionenplus. Eine enge Kooperation ist demnach für HÄPPI-Praxen hinsichtlich einer sektorenverbindenden Versorgung von großer Bedeutung. Die Netzwerke der Gesundheitsregionenplus könnten hierbei als „Türöffner“ fungieren, um den Zugang bzw. Kontakt zu relevanten regionalen Angeboten und anderen Sektoren zu erleichtern. Beispielsweise könnten Themen wie die Stärkung der Gesundheitskompetenz, Präventionsangebote für vulnerable Gruppen oder die Vermittlung in die psychosoziale und sozialrechtliche Beratung direkt in die Patientenpfade der Praxen integriert werden. Nach diesem Online-Auftakt ist ein weiterführender Austausch geplant, um geeignete Formen der Vernetzung und Zusammenarbeit gemeinsam zu konkretisieren.

Ein herzlicher Dank gilt insbesondere Dr. Wolfgang Ritter, Dr. Felix Sperl und Eva Liedtke für die wertvollen Beiträge und Erfahrungsberichte.

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