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Gesundheitsregionplus Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach (Christina Löhner)

Tag der Pflege- Wege zur Entlastung in der häuslichen Pflege aufgezeigt

Hintergrund und Motivation

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Arbeitsgruppe „Pflegende Angehörige“, die im Rahmen der ersten Pflegekonferenz im Oktober 2025 ins Leben gerufen wurde. Ziel war es, die vielfältigen regionalen Hilfsangebote bekannter zu machen und Betroffenen frühzeitig Orientierung zu geben. Gleichzeitig verändern sich familiäre Strukturen, wodurch Pflege zunehmend zur Belastungsprobe werden kann und nicht selten mit Einsamkeit einhergeht. Der „Tag der Pflege“ als Veranstaltungstag wurde bewusst gewählt, um die pflegenden Angehörigen in den Fokus zu setzen.

Ziele

Die regionale Bekanntheit von Hilfsangeboten für Pflegende Angehörige zu steigern und „echte“ Einblicke zu geben.

Christina Löhner (Gesundheitsregion plus), Ruth Banna (Zentraler Diakonieverein Schillingsfürst-Rothenburg), Peter Dohnal (pflegender Angehöriger) sowie Martin Nehmeyer und Sabrina Schneider (Diakoneo) gestalteten eine Informationsveranstaltung für pflegende Angehörige im Landratsamt Ansbach. © Landratsamt Ansbach/Martina Ringler

Zentrale Inhalte

Christina Löhner, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus, stellte in ihrer Begrüßung die pflegenden Angehörigen in den Mittelpunkt und hob hervor, dass sie zwar häufig im Hintergrund agieren, jedoch unverzichtbar für die Versorgung Pflegebedürftiger sind. Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland werden zuhause gepflegt – vielfach ausschließlich durch Angehörige. Damit bilden sie den größten „Pflegedienst“ des Landes.

Einen besonders eindrücklichen Einblick boten die Erfahrungsberichte. Peter Dohnal schilderte anschaulich die Pflege seiner Frau und wie er durch Umbaumaßnahmen, ambulante Dienste und den Besuch einer Tagespflegeeinrichtung Entlastung erfährt. Gerade der Austausch in Angehörigengruppen gebe ihm wichtige Unterstützung im Alltag. Ruth Banna, selbst pflegende Angehörige und Pflegedienstleitung, machte deutlich, dass die Pflege zuhause eine bewusste und langfristige Lebensentscheidung sei, die oft über viele Jahre hinweg mit Verzicht verbunden sei. 

Umso wichtiger sei es, frühzeitig Informationen einzuholen und bestehende Angebote wie Tagespflege oder Kurzzeitpflege zu nutzen – auch dann, wenn es zunächst Vorbehalte seitens der Pflegebedürftigen gebe.

Im weiteren Verlauf stellten Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegeberatung, ambulanten Diensten, Tages- und Kurzzeitpflege sowie der Lebenshilfe ihre Angebote vor. Ergänzend wurden auch Unterstützungsleistungen durch Hospizvereine und Nachbarschaftshilfen aufgezeigt.

Aufgaben der Geschäftsstellenleitung

  • In Abstimmung mit der UAG Pflegende Angehörige:
  • Veranstaltungsplanung
  • Organisation der Referenten
  • Erstellung des Programms
  • Öffentlichkeitsarbeit (vorher und nachher)
  • Evaluation der Veranstaltung

Fazit und Ausblick

Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit intensiv für Fragen und persönlichen Austausch. Besonders positiv hervorgehoben wurden die praxisnahen Erfahrungsberichte sowie die Möglichkeit, unkompliziert Kontakte zu knüpfen und sich zu vernetzen.

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Sachgebiet GP3: Bayerische Gesundheitsagentur, Gesundheitsversorgung
Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus

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